Bürgerinitiative Kernerstraße

Statement zum Bürgerentscheid am 27.09.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger aus Schwaigern, Massenbach, Niederhofen und Stetten,

 wir haben am 27.09.2020 gewählt und uns mehrheitlich gegen das Projekt Hoffnungshäuser in der Kernerstrasse ausgesprochen. Wir möchten uns bei allen für die Wahlbeteiligung und Unterstützung bedanken. Ohne sie und ihren Support, wäre das nicht machbar gewesen!

 Die letzten Monate waren vollgepackt mit Emotionen, Rückschlägen, Berg- und Talfahrten. Teilweise wirkte es auf uns wie David gegen Goliath - hatten wir weder eine Unterstützung durch die Presse noch durch die Mehrzahl der Gemeinderäte. Wichtig war und ist uns immer noch: Wir haben vor diesem  „Bürgerentscheid“ Vorschläge für die Fläche mit 2 Hoffnungshäusern erarbeitet und echte Alternativen aufgezeigt. Wir wurden nicht beachtet oder gehört.

Sogar den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit mussten wir uns die letzten Wochen anhören, obwohl wir das Projekt zu Beginn in angemessener Größe umsetzen wollten. Umso mehr freut es uns, dass wir diese Glaubhaftigkeit übermitteln konnten und die Mehrheit davon überzeugt haben, dass das Projektvorhaben sowohl baulich als auch in seiner Dimension und Konzeption nicht zu unserer Gemeinde passt.

Jedoch:
Wo Gewinner sind, sind auch Verlierer. Es hätte an diesem Tag beide Seiten treffen können. Daher gilt es nun das Ergebnis anzuerkennen, die Gräben zu schließen, einen Schritt aufeinander zu zugehen. Es muss  verhindert werden, dass so etwas nochmal in unserer Gemeinde passieren muss, damit die Bürgerschaft Gehör findet, um einen Kompromiss zu erreichen. Wir möchten uns an der Stelle auch bei Herrn Mayer bedanken. Der als einer von zwei Gemeinderäten in der damaligen Zeit auch uns und unseren Sorgen und Ängsten Gehör geschenkt hat.

Bürgerinitiative Kernerstraße, 28.09.2020



Ergebnis des Bürgerentscheides

https://www.schwaigern.de/rathaus/wahlen/oeffentliche-bekanntmachung-des-ergebnisses-des-buergerentscheids-am-27-september-2020-stadt-schwaigern-id_2664/


 

Warum fordern wir, den Gemeinderatsbeschluss aufzuheben und was will die Bürgerinitiative:

 


Integration mit Verantwortung:

  • Dezentrale Unterbringung statt Schaffung eines sozialen Brennpunktes, kein Experiment „Integratives Wohnen“
  • Unterbringung einer dem Umfeld entsprechenden und der örtlichen Infrastruktur angepassten Zahl von Migranten richtig zu integrieren als möglichst vielen „nur eine Behausung“ zu verschaffen
  • Neubauten müssen kleinteiliger gemischt werden um echte Integration zu ermöglichen
  • Integration heißt deshalb für uns:
    Eine vernünftige Mischung von alten und jungen Bewohnern, sozial schwachen und gut situierten Bürgern, Männern, Frauen, Jugendlichen, Kindern, Familien, Singles sowie Menschen mit und ohne Migrationshintergrund


Die Integration von Migranten und die Bereitstellung von sozialem Wohnraum müssen in der Verantwortung der Stadt bleiben:

  • Probleme der Integration können nur von Stadt und Bürgern gemeinsam gelöst werden
  • Mitspracherecht der Stadt bei der Mieterauswahl
  • Suche nach alternativen Investoren für das Gelände an der Kernerstraße, wie zum Beispiel GeWo in Massenbachhausen, Drautz Stiftung in Weinsberg, Stadtsiedlung in Schwaigern

Die Erstellung eines konkreten Konzeptes für das gesamte Grundstück:

  • Um Wohnungssuchenden aus allen Bevölkerungsschichten eine Chance zu geben, also Migranten, sozial schwächeren Mitbürgern, älteren Menschen, Menschen mit Handicap aber auch Familien mit dem Wunsch nach Eigentum.
  • Zufahrt über die Kernerstraße um die Ratgebstraße als verkehrsberuhigte Zone für die Anlieger zu erhalten
  • Zentrales Parkdeck für alle Bewohner zur Minimierung der Flächenversieglung
  • Ökologisches Konzept für alle Gebäude des Grundstückes z.B. durch eine zentrale  Heizungsanlage, Photovoltaik mit Batterietechnik und Solarenergie
  • Faire überregionale Ausschreibung, um möglichst viele potentielle Investoren anzusprechen

Fotos